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41eKpgb3jVL.  editedWarum verliebe ich mich nicht mehr? Weshalb finde ich keinen passenden Partner? Warum zerbrechen meine Liebesbeziehungen immer wieder? Warum leben wir uns als Paar auseinander? Dies sind zentrale Fragen unseres Lebens und unseres Lebensglücks. Und es sind typische Fragen von Menschen in einer Zeit, in der erfüllte Beziehungen und lebenslange Partnerschaften immer seltener und schwieriger werden. Warum wir nicht zueinander finden – Wege zu einer befreiten Partnerschaft haben Astrid Leila Bust und Bjørn Thorsten Leimbach ihren informativen Begleiter durch das Chaos der partnerschaftlichen Gefühle genannt. Die bekannten Paartherapeuten und Bestseller-Autoren setzen aus guten Gründen auf einen erwachsenen Leser. Deswegen scheuen sie auch bei ihrem spannenden Unternehmen nicht vor ungewöhnlichen Antworten zurück.

Vermännlichung 1 MediumMit der Abwehr der Mutter sowie der von ihr vorgelebten weiblichen Frauenwelt wurden auch all jene weiblichen Qualitäten verneint und verdrängt, die sich leise hinter ihren deformierten Formen verbargen.

Ratio war angesagt. Die Frauen fühlten sich als Mitglied der leistungsorientierten Männerwelt und waren vollkommen mit dem väterlich-männlichen Werten identifiziert, die da sind: Leistungswille, Selbstdisziplin, fokussierte Willenskraft, Vernunft gesteuertes erfolgsorientiertes Handeln. Mit Selbstdisziplin und Leistungswillen bewältigten sie die Dreifachbelastung von Beruf, Kinder- und Partnerbeziehung und Haushalt. Da war für Gefühle, Entspannung oder gar Schwächen wenig Platz. Die Leistungs-Frauen, die wir mehrheitlich aufstrebend in der heutigen Gesellschaft finden, haben keine positive Selbstwertschätzung für Ihr Frausein und den weiblichen Qualitäten.

Sie sind ins Männerland gewechselt und haben die dafür erforderlichen männlichen Werte und Qualifikationen erworben, um sich dort, an der Seite des Mannes ihren Platz zu erkämpfen und zu behaupten.

Tango MediumDieser Paartanz zeigt auf anschaulich schöne Weise wie die neue befreite Liebesbeziehung zwischen Frau und Mann aussehen kann, welche Formen und Dynamiken dafür wesentlich und zu beachten sind. Als erstes das ganz Offensichtliche, dass es so banal ist, dass es häufig übersehen wird: Mann und Frau sind unterschiedlich gekleidet: er im Anzug dunkel, korrekt, was für Führung und Struktur steht. Sie in schwarzem oder rotem Kleid drückt darin das spielerisch-gestaltende Element wie auch die Erotik aus. In dem Tanz akzeptieren beide ihre unterschiedlichen Aufgaben: der Mann führt, die Frau lässt sich führen.
Der Beziehungs-Tanz hat zunächst nur einen Sinn: er dient der Freude der Tanzenden, ist Ausdruck von Lebensfreude und verstärkt sie. Der Tanz wurde als großartigste Sportart bezeichnet, weil im Tanz nicht nur der ganze Körper bewegt wird, sondern auch Herz und Seele. Hierbei werden die meisten Endorphine (Glückshormone) ausgeschüttet, ähnlich wie beim Sex. Beherrscht das Paar seinen Tanz strahlt es eine elegante Würde und Erhabenheit aus, die den Zuschauer berührt und motiviert, ebenfalls tanzen zu lernen.

Weibliche Sexualität webMit der sexuellen Revolution wurde die Frau orgasmuspflichtig. Aus dem neuen Postulat wiederum wurde eine Orgasmusfixiertheit, der sich auch die Frau im sexuellen Zusammensein nicht entziehen kann. Das kann den Sex zu einer ziemlich ernsten und anstrengenden Angelegenheit machen, bei der sich beide mühen und abarbeiten, um das Ziel zu erreichen. Gerade die Fixierung auf den Orgasmus und der damit einhergehende Leistungsdruck führt jedoch zu einer Anspannung, die dafür sorgt, dass das Ziel nicht erreicht wird und der Orgasmus ausbleibt.

Orgasmische Welle webAuf der Suche nach einem Lustzentrum in der Scheide der Frau wurde 1950 von dem deutschen Gynäkologen Ernst Gräfenberg eine Region bzw. Zone in der vorderen Scheidenwand beschrieben, die für besonders intensive Orgasmen verantwortlich sein soll. Gräfenberg ging davon aus, dass allein die Stimulierung der Klitoris beim vaginalen Geschlechtsverkehr für den Höhepunkt nicht ausreicht. Er beschrieb eine Zone entlang der Harnröhre, der auch von anderen Wissenschaftern eine besondere Sensibilität zugeschrieben wurde. Die Scheidenwand selbst hat keine sensiblen Nervenendigungen.

Später wurde diese Region von den US-amerikanischen Wissenschaftern John D. Perry und Beverly Whipple (Rutgers University in Newark, New Jersey) zu Ehren Gräfenbergs als "G-Punkt" bezeichnet. Seit damals sind zahlreiche Untersuchungen diesbezüglich durchgeführt worden. Fest steht, dass jede Frau einen G-Punkt hat, aber nicht jede dessen Stimulation als erregend empfindet, genau so, wie nicht jede Frau die Berührung der Brüste als sexuell stimulierend wahrnimmt.

Ein paar Gedanken zum Nachfühlen an Euch Frauen, meinen Schwestern

ArtikelLeila3Auch in diesem Jahr war ich wieder für ein paar Wochen in Brasilien und auch in Spanien. Egal wo ich bin: ob hier zu Hause in Deutschland, in Madrid oder Barcelona oder in Sao Paulo: Überall, wo ich mit Frauen ins Gespräch komme und sie hören, was ich beruflich mache, stellen sie mir dieselben Fragen:

Wo sind die Männer? Wir suchen sie und finden sie doch nicht. Wir sind doch bereit? Das ist die erste brennende Frage; die andere in etwas abgeänderter Form: Wieso finden wir keine Männer, die zu uns passen? Wieso sind die Männer so klein und schwach? Letztere Frage äußern auch die Frauen, die in Partnerschaft leben. Ich war sehr überrascht als ich diese Fragen zum ersten Mal auch von brasilianischen (natürlich moderne, aufgeklärte Frauen aus der Großstadt) und spanischen Frauen hörte. Ich kannte diese Fragen ja bereits von meinen deutsch-sprachigen Schwestern; hätte jedoch niemals vermutet, dass diese Fragen und Themen von Frauen in noch klassischen Macho -Ländern genauso gestellt werden wie von deutsch-sprachigen Frauen.

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Astrid Leila Bust ist Buchautorin, Frauencoach und Trainerin im deutschsprachigen Raum. Sie leitet seit über 25 Jahren Persönlichkeits- und Selbsterfahrungsseminare, sowie Ausbildungen zur Seminarleiterin und Coach. Mit ihrem Buch Weiblichkeit leben- Die Hinwendung zum Femininen entwirft sie ein Frauenbild, das sich jenseits traditioneller Rollenbilder und Mainstream Klischees etabliert.


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