Frauenstories

Tina aus Hahnau

TinaGrahnklein"Mit den Erlebnissen aus meinem Dakini Training bin ich zu meiner Mutter nach Spanien geflogen, wo sie seit 20 Jahren lebt, um sie dort zum ersten Mal in meinem Leben zu besuchen. Denn als ich 15 Jahre alt war, meine kleine Schwester 11, hat uns meine Mutter bei den Großeltern gelassen, um nach Spanien auszusiedeln. Zunächst hatte ich viele Jahre gar keinen Kontakt zu meiner Mutter, in den letzten Jahren sporadisch. Ich war voller Zweifel mir selbst gegenüber und voller Misstrauen allen Frauen (bis auf meine
Schwester) gegenüber. Nachdem ich mein Misstrauen im Dakini Training den Frauen gegenüber in Freundschaft und Vertrauen verwandeln konnte, habe ich nach dem letzten Step den Mut gefasst, auch meine Mutter zu besuchen. Das hat so viel bewirkt und ich bin darüber so glücklich. Wir redeten sehr viel an diesen Tagen und es war so heilsam und gut für uns beide!! Ich konnte erkennen und hab´ ihr das auch gesagt, dass sie die Liebe in sich trägt, auch wenn sie diese mir und meiner Schwester gegenüber nicht adäquat ausdrücken konnte. Ich kann jetzt sehen, dass auch sie sehr verletzt worden ist in ihrem Leben und vieles erlebt hat, was das die Liebe verschüttet hat. Das verstehe ich jetzt viel besser. Ich habe mich mit ihr ausgesöhnt.

Dann habe ich meine Großmutter besucht und mit ihr lange geredet. Sie war im Grunde meine einzige halbwegs vorhandene Bezugsperson, da meine Mutter überwiegend in meinem Leben nicht vorhanden war. Ich war bereits als kleines Mädchen viel bei meinen Großeltern, wo ich aber von meinem Großvater sexuell missbraucht worden bin. Diese Verletzung hat mich sehr beeinträchtigt in meiner Integrität als Frau und meinem sexuellen Erleben. Ich habe mit meiner Großmutter darüber sprechen können und sie hat sich dadurch an ihren eigenen sexuellen Missbrauch erinnert, was auch sie vor allen Menschen immer absolut verschwiegen hat. Durch unser Gespräch hat sie zum ersten Mal darüber gesprochen. Wir sind uns dadurch noch näher gekommen. Es hat sich also vieles getan, über das ich froh und dankbar bin."

 

Daniela, 34 Jahre

„Ich hatte schon ganz früh als junge Teenagerin, als ich noch keinen Sex hatte, die tiefe Sehnsucht nach inniger, sexueller Erfüllung und Ekstase. Damals dachte ich noch, dass es nur um den guten Sex einer modernen, emanzipierten Frau geht, heute weiß ich, es ist viel, viel mehr.

Die Suche danach zog sich all die Jahre ununterbrochen hin, mal sehr holprig im Erfolg, mal fruchtbarer. Meine Lust darauf, mich und mein sexuelles Potenzial zu entdecken, blieb.

Der größte Meilenstein bei dieser Erfüllung war eindeutig das Tantra. Dabei war speziell die Genital-Massage für mich sehr heilend und befreiend. Schon als ich das Jahrestraining bei euch begann, hatte ich den Impuls Yoni-Massage zu erlernen und diese auch von einer Frau zu empfangen.. Ich hatte große Klarheit, dass das eine sehr wichtige Erfahrung für mich sein würde, die mir einen intimeren Zugang zu mir selbst verschaffen würde. In der Zwischenzeit empfing ich von meinem damaligen Partner ab und zu Yoni-Massagen. Diese selbst war eine Loslassübung für mich (starkes Harndrangsgefühl bei Stimulation des G-Punktes), aber danach mit gelockerten Beckenboden Sex zu haben, war immer besonders intensiv.

Als ich nach zwei Jahren endlich im Seminar die Yoni-Massage unter Frauen erlernte und zugleich auch empfing, durfte ich einige Tage später mit meinem Liebhaber erfahren, was ich mir so sehr davon erhofft hatte: meine Yoni und meine sexuelle Energie waren vollends erwacht.

Beim eigentlichen Vorspiel (oral bei gleichzeitiger G-Punkt-Massage) kamen mir erst die Tränen, dann musste ich lachen und dann kam über anderthalb Stunden eine Orgasmuswelle nach der anderen, also ein Multiorgasmus von 33 Orgasmen (die mein Partner mitzählte). Als wir dann miteinander vereinigt waren, ich saß mit geraden Rücken auf ihn, ging es weiter und weiter. Ich war so mit der sexuellen Energie und mir selbst verbunden, dass ich nur innerlich Feuerpfeile in den Schoßraum zu schicken brauchte, die sich in der Gebärmutter vereinigten und zu einem rollenden Feuerball wurden und dieser Feuerball rollte und rollte, so oft, wie ich wollte. Ich habe einen sehr starken, trainierten PC-Muskel, der mir allgemein sehr viel Lust verschafft und mich auch hier tatkräftig unterstützte. Während der Orgasmen habe ich so laut geschrien wie noch nie in meinem Leben und hatte dabei einen viel tieferen, urigeren Ton als früher. Während meines ekstatischen Erlebens konnte meinem Partner dabei mitteilen, was ich gerade fühlte und erlebte, ohne auch nur im Geringsten von der Energie getrennt zu werden. Wenn die Verbindung einmal da ist, ist sie da! Und er, als mich liebender Tantra-Mann, genoss mich, hat mir all diesen Raum gegeben, mich motiviert und unterstützt. Und auch er „profitierte“von dieser Energie. Er konnte die ganze Zeit dabei seine Erektion halten und hat nach diesen zirka drei Stunden auch seinen eigenen Orgasmus besonders intensiv erlebt! Und ejakuliert habe ich auch, was ein sehr befreiendes Gefühl ist! Den Tag darauf habe ich mich wie eine Gummipuppe gefühlt, eine derartige Entspannung im Beckenbereich hatte ich noch nie zuvor erlebt. Seitdem habe ich diese Multiorgasmen immer wieder, sobald ich mir den Raum gebe. Ich kann sozusagen nur einmal oder gleich unzählige Male orgasmieren, denn sobald ich mir die Erlaubnis gebe, ist das Potenzial voll da, auch bei neuen Partnern.

Diese sexuelle Energie zu leben, gibt mir sehr, sehr viel Kraft als Frau und als Mensch. Sie erdet mich, macht mich stabiler und unabhängiger. Deswegen weiß ich heute, dass meine schon über 25 Jahre währende Suche nach Ekstase, tatsächlich die Suche zu mir selber, meiner Urkraft und Essenz ist.“

 

 

Frauen und Brustkrebs

 

Marias Geschichte

 

Brustkrebs (Synonym: Mammakarzinom) ist ein von den (Epithel-)Zellen der Drüsenläppchen oder der Milchgänge ausgehender bösartiger Tumor.
Von den Malignomen der Frau entfallen ca. 25% auf das Mammakarzinom, es ist damit die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Sie betrifft jede 8. bis 10. Frau im Laufe ihres Lebens. Die Wahrscheinlichkeit, an Brustkrebs zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter, es sind jedoch zunehmend auch junge Frauen betroffen. Pro Jahr treten ca. 110 Neuerkrankungen pro 100.000 Frauen auf, das sind in Deutschland etwa 47.000 Fälle.
Bei Frauen zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr ist Brustkrebs die häufigste Todesursache in der westlichen Welt. Insgesamt sterben jährlich ca. 19.000 Frauen an Brustkrebs (Quelle: Robert-Koch-Institut).

Maria L. ist Teilnehmerin in einem unserer Seminare. Sie ist eine große, sehr schlanke und gutaussehende Frau. Maria wird Ende dieses Jahres 40 Jahre alt. Nach anfänglicher Zurückhaltung öffnet sie sich immer mehr im Seminar und genießt es offensichtlich, sich als Frau in den vielen Begegnungen mit Männern und Frauen einzulassen. Nach dem Seminar kommt sie zu mir und bittet um ein kurzes Gespräch. Sie ist etwas beunruhigt. Denn sie hat in diesen Tagen entdeckt, dass ihre linke Brust Blut absondert. Ich denke an meine Freundin Surawi, die vor 3 Jahren an Brustkrebs gestorben ist; sie hatte ebenfalls Absonderungen ihrer Brust gehabt, lange bevor der Krebs festgestellt wurde. „Deine Brust weint“, sage ich zu Maria. Es ist die linke Brust. Unsere Brüste sind die hervorragenden Merkmale unseres Frauseins und eines unserer größten Lust- und Wonnespender. Maria bat mich um meinen Eindruck von ihr im Seminar. Maria ist eine sehr kluge und feinfühlige Frau, die es jedoch schwer hat ihre weibliche und emotionale Seite zuzulassen und zu zeigen. Mir war aufgefallen, dass sie bei bestimmten Übungen, in denen es um Körperberührung ging, immer wieder ihre linke Brust in ihre Hand nahm und sie wie schützend hielt. Ich riet Maria, so schnell wie möglich zur Brustuntersuchung zu gehen und sich entsprechend untersuchen zu lassen.

Schon zwei Tage später rief sie mich an; sie hatten Kalkablagerungen und Verhärtungen in der Mammographie festgestellt, ohne das Stadium diagnostizieren zu können. Sie hat direkt für ein paar Tage später einen OP Termin bekommen.

Maria kam zu mir in die Einzelbegleitung. Durch die Art wie sie über „ihren“ Krebs erzählte, hatte ich den Eindruck als würde die Krankheit ihr gar nicht so ungelegen kommen. Ich wagte ihr meinen Eindruck zu spiegeln. Und sie bestätigte gerade heraus, dass das tatsächlich so sei. Endlich hatte sie einen Grund, von ihrer Arbeit wegzubleiben, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Endlich konnte sie einmal ihrem Chef zeigen, dass sie auch ein Recht hatte, sich um sich selbst zu kümmern. Und das wollte sie jetzt tun. Die Vehemenz mit der Maria voller Zorn und Abwehr über ihren Chef sprach ließ mich hinter ihrem Chef direkt ihren Vater erkennen. Das stieß bei Maria auf Resonanz und sie erzählte mir ihre Geschichte als Papatochter. Wie viele Frauen hatte auch sie ihren Papa als kleines Mädchen sehr geliebt und bewundert und alles für ihn getan. Doch irgendwann kam der Bruch: sie wurde von Papas Schoß verstoßen. Ihre Liebe blieb unbeantwortet – das kleine Mädchen verletzt und allein zurück.

Aber sie wollte es Papa zeigen und ist eine gute Schülerin geworden, hat ein Unistudium absolviert und arbeitet in einer renommierten Stelle. Trotzdem fühlt sie sich unverstanden, missverstanden und voller Trotz gegen ihren Chef. Sie möchte sich abgrenzen, vielleicht sogar ihre Arbeit kündigen aber sie traut sich nicht. Maria beschreibt ihren Chef als einen bösartigen Tyrann, der sich seiner Machtstellung sehr bewusst ist und andere, wie auch Maria ganz selbstverständlich nutzt, um seine Macht weiter auszubauen. Wie das Karzinom. Für Maria steht es stellvertretend für Ihren Papa, ihren Chef und die Männer schlechthin? Ihre Abwehr und Abgrenzung ist sehr heftig. Gleichzeitig kann sie jetzt aber durch ihre Krankheit erkennen und spüren, dass diese Abwehr auf ihre eigenen Kosten geht. Es ist keine gesunde, selbstverständliche Abgrenzung. Vielmehr eine voller Trotz und Ablehnung. „Die sind Schuld, dass es mir schlecht geht“.

In der anschließenden Körperreise zu ihrer Brust und dem darin sich breitmachenden Karzinom und dem von mir geführten „Voice Dialog“ wird immer deutlicher, dass der krebs für diese Männer in ihrem Leben steht. Auch der innere Konflikt wird deutlich: einerseits fühlt sich Maria natürlich zu ihnen hin gezogen und möchte geliebt und anerkannt werden, andererseits hat sie Angst, dass sie übervorteilt wird, sich verliert und will sich abgrenzen, was ihr aber nicht wirklich gelingt. Es ist eher ein Kampf um Abgrenzung. Maria sieht in ihrem Krebs aber auch einen Spiegel für ihre eigene Unversöhnlichkeit und Härte. Auf meine Frage, ob der krebs bereit wäre aus Marias Brust zu verschwinden, wenn er einen angemessenen Platz in Marias Wohnung bekommt, an dem er gewürdigt wird, erhalte ich ein überraschtes und gelöstes Ja. Ich empfehle Maria ein Foto von ihrem Vater und ein Symbol für ihren Chef aufzustellen und ihn, wann immer sie vorübergeht, zu würdigen.

Diese erste Arbeit mit Maria hat sehr viel entspannt und gelöst in ihr. Ich bin zuversichtlich.