Dakini

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Ich – eine Dakini
Nach meinem letzten Dakini Seminar:

Beherzt – lustvoll - ekstatisch.
Neugierig – atmend – sanft und kraftvoll zugleich.
Akzeptierend – fließend – großherzig - voll von Liebe.
Feinsinnig – leise - lauschend und staunend.
Karamell weite freudige Synapsen und ein Feuerherz.
Sexy.
Bei mir – mit dir – und allem verbunden.
Überrascht sein über mich selbst – mich in Frage stellen
weiter in mein Liebespotential wachsen und mich entgrenzen –
ein nachhaltiges Wachstums-Geschenk für mich als Frau.
Chapeau und Dankbarkeit für dich, Leila,
und ein Danke auch an alle wunderbaren, herzoffenen, saftigen, großartigen Dakinis, die ihr das mit mir teilt.
Ich bin beschenkt und erweitert durch ein energetisches, mutiges, kluges, konsequentes und außergewöhnliches Seminarkonzept."

Bianka



Eine neue Vision von Weiblichkeit: die Dakini

Dakini-4-YesheEine Dakini (Sanskrit: Himmelstänzerin) ist eine mythologische Figur – jenseits der „realen, weltlichen" Vorbilder wie Stars, Schauspielerinnen oder erfolgreiche Figuren des gesellschaftlich-politischen Lebens. Die Dakini ist ein tantrisches Geistwesen des antiken Indiens, das später weiter als weibliche Buddhafigur im Tantrischen Buddhismus existiert. Sie ist ein weibliches Wesen mit einem sehr wandelbaren, teils auch wildem Temperament, das als Inspiration für die spirituelle Praxis dient. Es gibt jedoch auch Vermutungen, wonach die Dakinis in früheren Zeiten Schamaninnen waren, die sich mithilfe von ekstatischen Tänzen in Trance versetzten und auf diese Weise Reisen in andere Welten unternehmen konnten. Sie werden klassischerweise als wilde und hemmungslose Frauen dargestellt, die nackt und in Ekstase tanzen.

Übersetzt in die heutige Zeit ist eine Dakini eine Frau, die ihre Körperlichkeit, Weiblichkeit und Sexualität für sich selbst voll entwickelt hat. Alle drei Attribute gehören untrennbar und essenziell zu ihrem Frausein, mit dem sie sich aufs Tiefste verbunden fühlt. Sie ist eine freie, unabhängige und machtvolle Frau, die ihr Leben eigenverantwortlich in die eigenen Hände nimmt.

Ich habe den Begriff Dakini bewusst gewählt, um Frauen eine Vision von Weiblichkeit zu vermitteln, die jenseits der „realen" Vorbilder der glamourösen Medienwelt oder erfolgreicher Frauen aus Kunst und Gesellschaft liegt. Während Letztere bestimmte Maßstäbe vorgeben, die doch sehr eingrenzen, bietet das Bild der Dakini eine Offenheit, welche die Persönlichkeit einer jeden Frau berücksichtigt, und mit Hilfe derer sie sich orientieren oder auch neu definieren kann.

Ihre Beziehung zu Körper und Sexualität

Koerper-6Eine Dakini hat einen guten Kontakt zu ihrem Körper. Sie fühlt sich darin wohl. Sie betrachtet ihn nicht kritisch aus der Distanz, sondern fühlt ihn von innen. Alle sinnlichen Körpersensationen sind ihr vertraut und sind voll entfaltet.

Sie erlebt sich als sinnliches, sexuelles Wesen und hat Freude daran, dies zum Ausdruck zu bringen. Sie lebt eine freie, autonome Sexualität, in der sie genau weiß, was sie will, was sie geben kann und auch vom anderen nehmen möchte. Sich ganz der Liebe hingebend und voller Vertrauen für sich selbst, genießt sie ihre Sexualität und lebt ihr volles orgasmisches Potenzial. Die Beschäftigung mit der eigenen Sexualität in der Selbstliebe gibt ihr die notwendige Sicherheit in der Liebe mit dem Mann, um sich ganz fallen zu lassen und Ekstase zu erleben.

In ihrer Körperlichkeit und Sexualität ist sie völlig unabhängig von der Bestätigung durch den Mann, denn sie weiß, wer sie ist und wozu sie da ist. Sie fühlt in sich, dass sie eine liebenswerte, attraktive, strahlende und wunderbare Frau ist, die „nur" zu dem einen Zweck hier auf Erden ist: zu lieben! – sich selbst, das Leben, den Mann – und ihr Frausein zu genießen.

Die Dakini versteht sich daher selbst als ein liebendes Wesen, das mit sich selbst in Einklang und Harmonie lebt. Das betrifft ihren Körper und ihre Sexualität sowie auch ihre Gefühle und ihre Beziehungen. Ihre Liebe ist unschuldig und natürlich, sie ist erlöst und frei. Sie will nichts vom Mann „haben" und braucht von ihm keine Liebesbeweise. Sie macht sich keine Sorgen darüber, ob sie „bei ihm ankommt", Kalkül, Intrigen und Manipulation als Mittel um Aufmerksamkeit zu bekommen, lehnt sie ab, denn dies braucht sie auch nicht. Ihre Ausstrahlung ist stark genug und selbstbewusst, dass sie die Aufmerksamkeit der Männer auf sich zieht. Sie muss sich nicht darum kümmern. Sie will den Mann weder „haben" noch „besitzen"; sie will einfach nur lieben und ihre Liebe, die sie tief in sich spürt, mit anderen in aller Freiheit teilen.

Der gute Kontakt mit sich selbst führt die Dakini zu einer Spiritualität, die tief im Körper und ihrer Sexualität verankert ist. Sie ist kein abgehobenes mit Moral und Dogmen gespicktes theoretisches Modell, sondern eine Spiritualität, die eine tiefe Liebe und Verbundenheit mit sich selbst und allen anderen Lebewesen ausdrückt.

Ihre Beziehung zu sich selbst

weiblichkeit-3Ihre Beziehung zu sich selbst ist geprägt von Achtung, Respekt, Wertschätzung und Liebe. Sie spürt in ihrem Herzen und Körper, dass sie ein wundervolles, strahlendes und attraktives weibliches Wesen ist. Sie schätzt es sehr, in einem weiblichen Körper zu Hause zu sein, und bewohnt ihn mit aller Achtsamkeit.

Ihre positive liebevolle Beziehung zu sich selbst, ihrem Körper und ihrer Weiblichkeit drückt sich in vielen kleinen Äußerlichkeiten aus, die ihr helfen, sich immer wieder daran zu erinnern, wer sie ist.

Sie achtet auf ihren Körper und darauf, dass er ausreichend Bewegung erhält, sei es durch aktiven Sport, meditative Bewegungsarten wie Yoga, Tai-Chi oder Ähnliches oder durch Tanzen. Bei der Wahl ihrer Bewegungsart lässt sie sich davon leiten, was ihr guttut und woran sie Freude hat. Es hängt auch davon ab, ob sie eher ein geselliger Typ ist und sich gern in Gruppen aufhält oder ob sie sich lieber für sich allein bewegt.

Die ausreichende Bewegung wird ergänzt durch eine bewusste Ernährung. Wir leben in einem „Schlaraffenland", was Vielfalt und Qualität unserer Lebensmittel angeht. Hier wird sie bewusst auswählen und dafür sorgen, dass ihr Körper die nötigen Vitalstoffe und Vitamine erhält und weniger raffinierten Zucker und andere „Dickmacher". Sie wird vollwertige Nahrungsmittel wählen, die den Körper energetisieren und nicht toxisch belasten. Es gibt so viele Nahrungsratgeber auf dem Markt, dass sie für sich auswählen kann, welche Art der Ernährung zu ihr passt und ihr guttut. Sie sollte aus der Ernährung keine Ideologie machen, wie es viele tun, und sich nicht ideologisch darin „verbeißen"; dennoch tut es ihr gut, wenn sie in ihrer Ernährung eine gewisse Konsequenz einhält.

Ihr liebevolles Verhältnis zu ihrem Körper zeigt sich darin, dass sie ihren Körper in für sie angemessener Weise und ihrem Alter entsprechend pflegt. Ein älterer Körper braucht hier mehr Pflege als ein junger. Sie kann dabei auf so viele Angebote wie Frisör, Kosmetik, Sauna oder Massagen zurückgreifen, mit denen sie sich verwöhnen lassen kann. Entscheidend hierbei ist, dass sie das nicht für andere tut, um äußerlich einem bestimmten Bild zu entsprechen, sondern dass sie diese angenehmen Dinge bewusst genießt und sich selbst damit die Botschaft gibt: „ich tu mir gut."

Ihre Kleidung ist ein Ausdruck Ihrer inneren Haltung zu sich selbst als Frau und ihrer Weiblichkeit. Sie sucht Kleidung, die ihre Weiblichkeit und feminine Ausstrahlung betonen und bei entsprechendem Anlass auch ihre sexy Seite. Sie ist bewusst in ihrer Wahl und wandlungsfähig. Sie wählt ihre Kleidung sorgsam aus und greift sich morgens nicht einfach das „erstbeste" Kleidungsstück aus dem Schrank. Ihre Kleidung muss nicht dem neuesten Modetrend entsprechen, sollte aber so gewählt sein, dass sie sich damit wohlfühlt und sie ihrem Typ entspricht. Das entscheidende Kriterium für die Wahl ihrer Kleidung ist, dass sie die Freude an ihrem Körper und ihrer Weiblichkeit ausdrückt, die sie gerne zeigt. Dafür dürften eng anliegende, figurbetonte Kleidungsstücke geeigneter sein als bequeme weite Hosen und Schlabberpullover oder ausgelatschte Sandalen.

Bezihung-Mann MediumIhre Beziehung zum Mann

Eine Dakini achtet und liebt den Mann wie sie sich selbst liebt und achtet. Sie würdigt ihn als das andere Geschlecht, das von ihr verschieden ist und auch sein darf. Sie schätzt gerade die Andersartigkeit und berücksichtigt die Fremdheit als wesentliches Moment der Anziehung und Erotik.

Sie nähert sich ihm offen und neugierig und will mit ihm vertraut werden. Ihre offene und vertrauensvolle Haltung setzt voraus, dass sie vertraut ist mit der männlichen Energie und keine Angst davor hat. Vielmehr begrüßt sie die männliche phallische Kraft weil sie dadurch in ihre weibliche Energie gehen kann. Das bedeutet, dass sie für den harmonischen Ausgleich sorgt. Normaler Weise sind Frauen in der Kommunikation kompetenter als die Männer. Sie übernimmt daher die Verantwortung und Führung in der Kommunikation. Sie spricht schwierige Themen an, lässt dem anderen jedoch die Freiheit, eine eigene Meinung und Sichtweise zu haben. Sie bringt sich auch mit ihren Gefühlen ein, reflektiert diese und mutet sie dem Mann zu, verzichtet jedoch darauf emotionale Kontrolldramen zu inszenieren und den anderen damit zu manipulieren. Sie schont nicht den Mann und nimmt sich nicht zurück, sondern kommuniziert offen und ehrlich ihre Wünsche, Bedürfnisse und Meinung.

In einem Interview wurde ich mal gefragt, was für die Frau am schwierigsten in einer Beziehung sei. Meine Antwort kam prompt und klar: die Vorstellungen über den Mann loszulassen.
Eine Dakini erfreut sich an der Größe und Stärke ihres Partners. Daher ist sie darauf ausgerichtet, ihn groß sein zu lassen. Das tut sie, indem sie ihn nicht sich aneignet und den eigenen Vorstellungen versucht anzupassen. Sie kritisiert ihn nicht sondern sucht das Potenzial in ihrem Partner und bestätigt ihn darin.

In der Sexualität ist es wie im Paartanz: sie überlässt dem Mann die Führung über den äußeren Rahmen, ist jedoch kreativ und initiativ in der Gestaltung der Sexualität. Denn eine Dakini will sich nicht der männlichen Sexualität anpassen. Sie kennt sich ja und ihre weibliche Sexualität und weiß, was sie braucht, damit sie sich in der Liebe entfalten kann. Da die weibliche Sexualität anders als die männliche mehr Zeit, Entfaltung, Berührung und Energieaufbau benötigt führt sie den Mann, der das nicht weiß, sanft aber eindeutig dorthin. Sie darf sich nicht der schnellen, zielgerichteten männlichen Sexualität anpassen, sondern muss den Mann in der Sexualität führen und auch lehren, damit sie beide eine erfülltere und beglückendere Sexualität erleben. Beide werden dann dafür mit intensiveren, längeren und Ganzkörperorgasmen belohnt. Das erreicht sie nicht durch dominierendes und kontrollierendes Verhalten sondern mit weiblicher Empathie und Liebe und ihrem Wissen, was sie braucht. Beide begegnen sich dabei auf Augenhöhe und sind innerlich frei, ihren Part für das Gelingen des gemeinsamen Liebespiels beizutragen. Es gibt dabei kein besser oder schlechter, kein größer oder geringer. Dies gelingt nur, wenn die Dakini ihre vulvisch-weibliche Energie vollkommen bejaht und genießt; und den Mann in seiner phallisch-maskuline Kraft annehmen und halten kann.

Frau HimmelIhre Beziehung zu anderen und dem Leben

Die Dakini-Frau erlebt sich als Schöpferin ihres eigenen Lebens und übernimmt die Verantwortung für all ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen sowie für die Gestaltung ihrer Beziehungen und ihrer gesamten Lebenswirklichkeit. Sie hat das Handwerkzeug gelernt, ihr Herz und ihren Geist zu öffnen und in einer beständigen Liebesbeziehung mit sich selbst zu verweilen. Dadurch kann sie sich selbst alles schenken, was sie braucht, um ein glückliches Leben zu führen, und muss das nicht mehr von anderen erwarten, oder gar einfordern.

Sie hat gelernt, selbst auf ihre Gefühle und Gedanken Einfluss zu nehmen, sie zu hinterfragen, wenn es ihr mal nicht gut geht, und sie innerlich wieder so auszurichten, dass sie glücklich ist.

Sie hat die Opferrolle, die ihr durchaus durch das kollektive weibliche Unbewusste vertraut ist, aufgegeben. Weder macht sie den anderen (vorzugsweise den Mann) für ihre schlechte Stimmung oder Missgeschicke verantwortlich, noch erwartet sie von ihm, dass er sie glücklich macht. Sie muss auch nicht mehr gegen ihn kämpfen, um sich behaupten zu müssen, denn sie fühlt sich unabhängig und frei und weiß, dass das Glück einzig und allein in ihrer Hand liegt.

Eine Dakini kann gut und glücklich mit sich allein sein. Sie hat ihre Einsamkeits- und Verlassenheitswunde aus der Kindheit geheilt und hat einen Umgang auch mit unangenehmen Gefühlen wie Angst, Trauer oder Schmerz gefunden. Sie muss sich daher nicht mehr von sich selbst ablenken und kann gut für sich allein sein. Das entlastet die Partnerschaft und macht das Zusammenleben mit ihr sehr entspannt und angenehm.

Sie hat dadurch auch eine große innere Freiheit und Unabhängigkeit, die vor allem auch ihrem Partner zugute kommt, den sie kommen und auch wieder gehen lassen kann. Sie muss ihn nicht festhalten, damit er ihr für „immer und ewig" zur Verfügung steht und muss schon gar nicht alles mit ihm teilen.

Denn eine Dakini ist nicht fixiert auf einen Mann, der ihr alle Bedürfnisse befriedigen soll. Das widerspricht ihrem Wesen. Sie ist so voller Offenheit, Neugierde und Begeisterung für das Leben, dass sie viele Freundinnen und Freunde hat, mit denen sie viele schöne Seiten des Lebens teilt.

Besonders mit anderen Frauen ist sie freundschaftlich und sehr nah verbunden. Mit ihnen teilt sie ihre intimen Geheimnisse und tauscht sich über alle Fragen des Lebens aus, auch über ihre Sexualität. Es ist ihr fremd, mit ihren Schwestern um die Anerkennung des Mannes zu buhlen. Sie findet genügend Bestätigung in sich selbst und braucht sie nicht vom Mann. Daher gibt sie anderen Frauen sehr viel, einfach indem sie da ist oder ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. Dies betrifft auch insbesondere das Verhältnis von älteren zu jungen Frauen, die sich durch die „Älteren" sehr genährt und unterstützt fühlen können.

Daher sind Dakini-Frauen regelmäßig zusammen und treffen sich auch gern mit anderen Frauen, um miteinander zu feiern, zu tanzen oder auch anderes Kreatives zu gestalten.

Die Dakini ist voller Lebensfreude, Neugierde und begeisterungsfähig sich selbst, dem Leben und Menschen gegenüber. Sie lässt selten einen Anlass aus, wo sie neue interessante Menschen kennenlernen kann. Sie geht gern auf Partys oder ähnliche Veranstaltungen, wo sie ihre Lebensfreude und -lust gebührend mit anderen feiern und ihr Frausein beim Flirt oder Tanzen genießen kann.

Sie geht mit offenen, interessierten Blick durchs Leben, ob das nun die Einkaufsmeile in der Stadt ist, die Bar oder andere öffentliche Plätze, an denen sie anderen Menschen begegnen kann: ein beiläufiges, nettes Geplänkel, eine liebevolle, aufmerksame Geste oder auch der aufregende Augenblick mit einem Mann sind die vielen kleinen Gelegenheiten, die den Alltag in wunderbare Momente verwandeln, in denen sie sich in ihrer Liebe und Lebensfreude erleben kann.