Den eigenen Körper annehmen

Wir Frauen sind Erdenwesen. Unser Körper ist unser Leben. Der monatliche Menstruationszyklus, die Fähigkeit im eigenen Leib Lebewesen heranwachsen zu lassen und sie zu gebären verbindet uns in besonderer Weise mit  unserem Körper, anders als es bei  Männern ist. Gerade für Frauen gilt: die gute Beziehung zum eigenen Körper ist eine wesentliche Voraussetzung um erfüllte Sexualität zu leben. Viele Frauen stehen aber mit ihrem Körper auf "Kriegsfuss". Sie sehen ihren Körper entweder als etwas an, das "funktionieren" muss oder tragen ihn irgendwie mit sich rum. Der Körper wird verglichen mit anderen Körpern - und vor allem mit den idealisierten und hochstilisierten Körpern der Medien. Da wunderts nicht, dass viele Frauen ihr Leben lang sich mit Diäten rumschlagen und an ihrem Körper Verschönerungen vornehmen lassen. Anorexia Nervosa (Magersucht) gibt es fast ausschließlich nur bei jungen Frauen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren und bringt die Ablehnung des weiblichen Körpers mit seinen Rundungen zum Ausdruck,  lehnt das  Frauwerden ab. Den eigenen Körper annehmen bedeutet ein liebevolles Verhältnis zu ihm finden, indem ich ihn liebkose, streichle, massiere, ihn verwöhne und alles tu, damit ich mich so richtig wohl in meiner Haut fühle. Den eigenen Körper annehmen bedeutet auch ihn zu bewohnen. Ich schleppe ihn nicht einfach nur mit rum, sondern fülle ihn ganz mit meinem Bewusstsein aus. In jedem Körperteil, in jeder Zelle atme ich und drücke ich mich aus. Auch die Sinne, die in meinem Körper beheimatet sind, sind geöffnet, sodass die Welt sinnlich erfahren wird und nicht über den Kopf verstanden. Je mehr der eigene Körper bewohnt und geliebt wird, umso mehr kann auch die Lust sich ausdehnen und Sex genossen werden.

Die Kraft und Schönheit unseres Frauseins

Die Kraft und Schönheit des Frauseins und die Macht weiblicher Qualitäten, Dinge zu initiieren, zu bewegen und zu verändern, ist häufig verloren gegangen. Gleichzeitig wird uns durch die Medien ein Frauenbild vermittelt, das wir nach unserem Gefühl niemals erreichen können. So bewegen wir uns in unserem Frau sein häufig in dem Spannungsfeld von Ablehnung und unerreichbarem Ideal, was es uns schwer macht, uns in unserem essentiellen Sein zu finden.

Erzähle einer Freundin davon über Facebook, Twitter ect.
Share |